Drohnen-Photogrammetrie – 3D-Modelle von Gebäuden, Dachflächen und Industrieanlagen
Aus hunderten überlappenden Drohnenaufnahmen entsteht per Photogrammetrie ein realistisches 3D-Modell der äußeren Gebäudehülle oder einer kompletten Industrieanlage. Dach- und Fassadenflächen ebenso wie Tanks, Rohrleitungen oder Anlagenteile lassen sich darin detailliert analysieren und vermessen – ganz ohne Gerüst oder Arbeitsbühne.
Was ist Photogrammetrie?
Bei der Photogrammetrie werden hunderte einzelne Fotos aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und von einer Software zu einem dreidimensionalen Modell zusammengerechnet. Je dichter die Aufnahmen, desto detailreicher das Ergebnis – bis hin zu einzelnen Rissen in Bauteilen oder Dachpfannen.
Drohnentechnik: Klassen C0, C1 und C2
Je nach Objekt und Anforderung kommt die passende Drohne zum Einsatz:
- C0 und C1: kompakte, wendige Drohnen für den manuellen Flug an Details wie Fassaden, Erker oder verwinkelte Dachbereiche
- C2 (DJI Matrice 4): für autonome, vollautomatisierte Flugmissionen – etwa über großen Industriehallendächern oder ausgedehnten Arealen
- Georeferenzierung auf Wunsch mit Bodenkontrollpunkten (GCPs) sowie einem GPS-Rover bzw. einer GPS-Basisstation – insbesondere bei Aufnahmen, die nicht mit einer RTK-fähigen Drohne geflogen werden, für lagegenaue Modelle
Alle Einsätze erfolgen im Rahmen der geltenden EU-Drohnenverordnung und der erforderlichen Kenntnisnachweise, abgesichert über eine Betriebs- und Drohnenhaftpflichtversicherung.
Was lässt sich im Modell erkennen und messen?
- Zustand von Dachflächen und Dacheindeckung, auch kleinste Schäden
- Risse und Schäden an Fassaden
- Flächen-, Neigungs- und Ausrichtungsberechnung von Dachflächen
- Begutachtung und Vermessung von Industrieanlagen – z.B. Tanks, Rohrleitungen, Anlagenteile oder große Hallenkomplexe
- Flächenermittlung von Grundstücken und Außenanlagen (keine amtliche Grenzvermessung)
Reine Bildinspektion ohne 3D-Modell
Nicht immer ist ein vollständiges 3D-Modell nötig: Für die reine Schadensdokumentation befliege ich Gebäude und Industrieanlagen auch, um ausschließlich Foto- und Videomaterial zu liefern – ohne anschließende 3D-Modellierung. Hierfür stehen leistungsfähige Tele-Objektive an den Drohnen zur Verfügung.
Dank LED-Scheinwerfern an der Drohne sind dabei auch Flüge bei Dunkelheit möglich – ideal, um schwer erreichbare, schlecht beleuchtete Gebäudeteile wie Hallendächer, Schächte oder Innenbereiche von Industrieanlagen zu begutachten, ganz ohne Gerüst oder Arbeitsbühne.
Ablauf einer Befliegung
- Planung: Flugroute, Wetterfenster, ggf. erforderliche Genehmigungen
- Befliegung vor Ort – manuell oder autonom, je nach Objekt
- Verarbeitung der Bilder zum 3D-Modell
- Übergabe von Modell, Orthofoto und Messwerten
Typische Einsatzbereiche
- Gutachten und Beweissicherung an schwer zugänglichen Bauteilen
- Nächtliche oder lichtarme Inspektion schwer zugänglicher Bauteile per LED-Drohne, ganz ohne Gerüst
- Dachvermessung als Grundlage für die PV-Anlagenplanung
- Begutachtung und Vermessung von Industrieanlagen, auch großflächig per autonomer Flugmission
- Bestandsdokumentation für Architekten und Bauträger
- Luftbilder zur Immobilienvermarktung