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3D-Gebäudescan: Aufmaß und Bestandsaufnahme

Ein Bestandsplan, den es nicht mehr gibt oder der seit drei Umbauten nicht mehr stimmt. Ein Umbau, für den sonst jemand mit dem Zollstock durch vierzig Räume laufen müsste. Eine Baustelle, auf der vor Beginn der Zustand der Nachbarbebauung festgehalten werden muss, bevor jemand später Risse reklamiert.

In diesen Fällen scanne ich das Objekt einmal, und Sie messen danach am Bildschirm, statt noch einmal hinzufahren. Aufmaß, Bestandsaufnahme und Beweissicherung entstehen dabei in einem Durchgang.

3D-Laserscanning (LiDAR) für Innen- und Außenbereiche

Mit 3D-Laserscanning erfasse ich Innenräume und Außenbereiche millimetergenau* und wandle sie in ein begehbares, messbares 3D-Modell um. Grundlage ist eine Kamera mit integriertem Rotations-LiDAR-Scanner, die gleichzeitig hochauflösende 360°-Fotos und eine Punktwolke aufnimmt. 

Der Scan ist dabei nicht auf Innenräume beschränkt: Ich kann nahtlos von außen ins Gebäude hineinscannen, sodass Außenanlage und Innenräume in einem zusammenhängenden Modell erfasst werden. Ebenso ist ein reiner Außenscan vom Boden aus möglich – ideal für eine schnelle, unkomplizierte Beweissicherung, etwa auf städtischen Baustellen, ganz ohne dass ein Gebäude betreten werden muss.

*Toleranz laut Hersteller: ±20mm auf 10 Metern (0,2 %) 

Typische Einsatzbereiche

  • Zustandsfeststellung vor Baubeginn, auch am Nachbargebäude

  • Raumaufmaß und maßhaltige Grundrisse als Grundlage für Umbau und Sanierung

  • Baubegleitende Dokumentation über mehrere Bauphasen hinweg

  • Schadensdokumentation nach Wasser-, Brand- oder Sturmschaden

Wie funktioniert 3D-Laserscanning?

Das eingesetzte Kamerasystem kombiniert eine hochauflösende Kamera (134,2 MP) mit einem Rotations-LiDAR-Laserscanner. 

Beide erfassen gleichzeitig: Während die Kamera 360°-Fotos macht, tastet der Laser den Raum ab und erzeugt eine Punktwolke. 

Je nach gewünschter Abbildungsqualität und Scandichte entstehen so Modelle mit weit über tausenden von Scanpunkten pro Raum bzw. Außenbereich.

Innen, außen oder beides – flexibel einsetzbar

  • Reiner Innenraumscan: klassische Bauzustandsdokumentation und Immobilienpräsentation
  • Kombinierter Innen-Außen-Scan: nahtloser Übergang vom Außenbereich ins Gebäude, ein zusammenhängendes begehbares Modell
  • Reiner Außenscan vom Boden aus: schnelle Beweissicherung auf Baustellen, Grundstücken oder im öffentlichen Raum – ohne Zutritt zum Gebäude

Matterport Pro3: Bildqualität im Fokus

Für die Aufnahme setze ich die Matterport Pro3 ein – ein System, das sich im Vergleich zu reinen Vermessungs-Laserscannern vor allem durch seine Bildwiedergabe auszeichnet: gestochen scharfe, photorealistische 360°-Aufnahmen, die sich ideal für virtuelle Rundgänge und die Immobilienvermarktung eignen. 

Bei der reinen Scan-Präzision liegt die Matterport Pro3 dafür etwas hinter spezialisierten Vermessungsscannern (ca. ±20 mm auf 10 Meter Entfernung) wie dem Leica BLK360. Für die weit überwiegende Zahl der Anwendungsfälle – Beweissicherung, Bauzustandsdokumentation, Bestandsaufnahme, Vermarktung – reicht die erzielte Genauigkeit völlig aus. Bei Projekten mit besonders hohen vermessungstechnischen Präzisionsanforderungen sprechen Sie mich gerne im Vorfeld an, damit wir gemeinsam die passende Lösung finden.

Genauigkeit und Funktionen im Modell

  • Virtuelles Begehen von Innenräumen und Außenbereichen
  • Präzise Streckenmessung und Flächenberechnung direkt im Modell
  • Einbindung von Notizen, Fotos und Videos an beliebigen Stellen im Modell
  • Bereitstellung als Cloud-Link, einbindbar in Webseite oder Gutachten

Ablauf einer Aufnahme

  1. Terminabstimmung und ggf. kurze Objektbegehung
  2. Scan vor Ort (Dauer abhängig von Objektgröße, i.d.R. wenige Stunden)
  3. Datenverarbeitung und Erstellung des 3D-Modells
  4. Bereitstellung als Link zur Ansicht, Freigabe oder Einbindung

Typische Einsatzbereiche

  • Beweissicherung bei Bauschäden und Streitfällen
  • Beweissicherung auf Baustellen und im Außenbereich – schnell und ohne Gebäudezutritt
  • Bauzustandsdokumentation vor und nach Baumaßnahmen
  • Vermarktung hochwertiger Immobilien und Gewerbeobjekte
  • Bestandsaufnahme als Planungsgrundlage für Architekten
  • Ausschreibungsgrundlage für Handwerker: Angebote anhand des 3D-Modells kalkulieren, ganz ohne Vor-Ort-Termin

Aus der Praxis: Beweissicherung, bevor die Wand geschlossen wird

Ein Baumangel zeigt sich selten sofort. Wenn er auftaucht, lautet die Frage, wie der Zustand zum Zeitpunkt der Ausführung war, und eine Handyfotoserie beantwortet sie meistens nicht. Ein Scan des offenen Rohbaus ist dagegen eine datierte Momentaufnahme des kompletten Raums, einschließlich der Stellen, von denen damals niemand ahnte, dass sie einmal wichtig werden. Mehr dazu im Beitrag Rohbau-Scan vor Trockenbau und Putz.

Zum Blog-Beitrag

Was Sie mit dem Modell machen können

Sie bekommen einen Link für die Cloud, kein Programm zum Installieren. Im Modell messen Sie Strecken und Flächen, setzen Notizen an die Stelle, um die es geht, und schicken den Link weiter an Bauherren, Handwerker, Anwälte oder Gutachter. Handwerker kalkulieren Angebote daraus, ohne für die Aufnahme selbst anreisen zu müssen. Für ein Gutachten lässt sich der Link unmittelbar einbinden.

Die Kosten für die Cloud sind in der Regel für 3 Monate im Angebot enthalten, danach entstehen ggf. weitere Kosten. Das Modell kann auch als E57-Datei auf einem Datenträger Langzeitarchiviert werden.

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